Von 0 auf 100: In nur zwei Wochen zum digitalen Lehrbetrieb

Leerer Hörsaal Coronakrise

Die Universitäten in Niedersachsen starten heute ins Sommersemester 2020, das bedingt durch die Corona-Krise wohl vornehmlich digital wird stattfinden müssen. Für viele Bildungsinstitutionen stellt dies eine enorme technische und organisatorische Herausforderung dar. Die Fachhochschulen beginnen ihren Lehrbetrieb für gewöhnlich sogar schon einige Wochen zuvor, hatten also noch weniger Zeit sich auf die unvorhergesehene Ausnahmesituation vorzubereiten. Dass der Aufbau eines digitalen Lehrbetriebs in so kurzer Zeit möglich ist, beweist die private Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannover, die innerhalb von nur zwei Wochen von einer reinen Präsenzhochschule auf ein vollständig digitales Angebot umstellen konnte. Somit ist für die Studierenden der Lehrbetrieb im Sommersemester 2020 gesichert.

Online-Veranstaltungen kommen bei Studierenden gut an

Wie die ersten Online-Veranstaltungen gezeigt haben, nehmen die Studierenden das Angebot sehr gut an: „Nachdem klar wurde, dass wir zu Beginn des Sommersemesters keine Präsenzveranstaltungen werden durchführen können, haben wir sofort nach anderen Lösungen gesucht. Uns blieben dazu lediglich zwei Wochen bis Semesterbeginn. Dass es uns in so kurzer Zeit gelungen ist, den kompletten Lehrbetrieb auf ein Online-Angebot umzustellen, ist der großartigen Arbeit und dem überdurchschnittlichen Engagement des FHDW-Teams zu verdanken“, so Prof. Dr. Stefan Bieler, Präsident der FHDW Hannover. Einen ersten Test bestand das neue Konzept bereits: An zwei Online-Einführungsveranstaltungen Ende März nahmen fast 300 Studierende teil. So berichtet Prof. Dr. Torsten Spandl, Dozent für Wirtschaftsethik von einer 100%igen Teilnahmequote: „Dass unsere digitalen Studieninhalte bei den jungen Leuten mit einer solch hohen Akzeptanz angenommen werden, hätte ich selbst nicht für möglich gehalten.“

Vorgesehen ist eine Mischung aus Echtzeitveranstaltungen mit Videochat und abrufbaren aufgezeichneten Vorlesungen. Auch die an der FHDW obligatorischen Frage- und Übungsrunden werden während des gesamten Semesters digital angeboten. Prof. Dr. Bieler: „Die Qualität unserer Lehre und auch unserer Studierenden-Betreuung soll weiterhin auf hohem Niveau möglich sein. Als Hochschule mit gut 500 Studierenden nutzen wir die Chance, die uns kleine Studiengruppen und kurze Kommunikationswege eröffnen.“ Sobald ein Normalbetrieb wieder möglich ist, wird die FHDW unmittelbar in den Präsenzbetrieb wechseln, die getroffenen Vorbereitungen würden es jedoch ermöglichen, das gesamte Semester im Online-Betrieb zu bewältigen.

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