HAISEM-Lab: KI Know-how direkt aus der Forschung

brille vor zwei monitoren mit code

KI ist aus der Produktion von Morgen nur noch schwer wegzudenken. Die immer komplexer werdenden Modelle bergen ungeahnte Potentiale zur Steigerung der Effektivität. Leider stoßen konventionelle Computerarchitekturen bei der Berechnung dieser Modelle vermehrt an ihre Grenzen. Inzwischen existiert zwar Spezial-Hardware, die dem Leistungshunger der Modelle gerecht wird. Es braucht aber auch das nötige Know-how, um diese neue Ressource effektiv einsetzen zu können. Das HAISEM-Lab bietet dieses Know-how.

Fehlendes Know-how lässt KMU zögern

Vermert arbeiten Ingenieure an der Entwicklung von Hardware, die auf KI spezialisiert ist. Dank der effizienteren und schnelleren Berechnung der KI-Modelle auf dieser Spezial-Hardware können die immer komplexer werdenden Anwendungen inzwischen sogar auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Viele kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) verpassen jedoch die daraus erwachsenen Chancen. Fehlendes Know-how und die Sorge vor hohen unrentablen Investitionen halten die KMU zurück. Studien zeigen, dass insbesondere der Mangel an Fachkräften davon abhält, KI-Lösungen einzusetzen. Die daraus resultierende Gefahr für ihre Wettbewerbsfähigkeit wird von vielen KMU unnötig hingenommen.

HAISEM-Lab bietet Know-how

Denn sie könnten schlicht die Hilfe der Hochschulen wahrnehmen: Das KI-Qualifizierungsprojekt HAISEM-Lab bietet seit diesem Jahr ein- bis zweitägige Kurse speziell für Mitarbeiter von KMU an. Projektpartner sind das Forschungszentrum L3S, das Institut für Mikroelektronische Systeme (beide Leibniz Universität Hannover) und die Arbeitsgruppe Software Systems Engineering der Universität Hildesheim. Gemeinsam nutzen sie ihre umfangreichen Erfahrungen, um den Teilnehmern neben grundlegenden KI-Kompetenzen insbesondere die notwendigen Methoden zu vermitteln, um KI-Beschleuniger auf verschiedenen Hardwareplattformen entwickeln und anwenden zu können. Dazu stellen die Projektpartner den Teilnehmern Spezial-Hardware wie GPUs, FPGAs und TPUs zur Verfügung.

Besonderer Wert wird auf die Praxisanteile und die Praxisphasen der Kurse gelegt, damit die Teilnehmer ihr erlerntes Wissen direkt anwenden und vertiefen können.

Termine werden online bekanntgegeben

Die Kurse und Events des HAISEM-Lab werden online auf der Plattform ama-academy.eu sowie im Newsletter des HAISEM-Lab angekündigt.

Ansprechpartner für das HAISEM-Lab ist Dr. Sergej Zerr. Dr. Zerr ist Forschungsgruppenleiter am Forschungszentrum L3S und befasst sich mit KI für die intelligente Produktion. Neben dem HAISEM-Lab leitet Dr. Zerr auch das Zukunftslabor Gesellschaft und Arbeit.


Der Beitrag wurde erstmals veröffentlicht in dem Blog des Forschungszentrums L3S. Das Forschungszentrum L3S entwickelt u.a. Methoden und Technologien für den digitalen Wandel. Die Veröffentlichung des Beitrags erfolgt mit der freundlichen Unterstützung des Forschungszentrums L3S.

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