KI-Qualifikation: Fit für die Zukunft

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Künstliche Intelligenz (KI) wird die Produktion grundlegend verändern. Nicht nur technische Systeme und die zugehörigen Prozesse werden sich wandeln, sondern auch viele Berufsfelder. Frühzeitige Qualifikation der Mitarbeiter ist unerlässlich, um nicht durch einen Mangel an Fachkräften zurückzufallen.

Potential wird nicht genutzt

Die stetig wachsenden Investitionen in den Bereich der KI zeigen die Bedeutung dieses Forschungsgebiets. Inzwischen sind einige KI-Modelle schon so fortschrittlich, dass ihr Einsatz merklich die Effektivität in der Produktion steigert. Jemand muss die intelligenten Systeme aber auch entwickeln, anpassen, anwenden oder warten können. Noch gibt es in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kaum Mitarbeiter, die sich damit auskennen. Mehrere Studien belegen, dass in der deutschen Wirtschaft fehlendes Know-how und fehlende Fachkräfte die Implementierung von KI-Lösungen ausbremsen – und so die Wettbewerbsfähigkeit der KMU bedrohen.

L3S bietet Hilfe

Das Forschungszentrum L3S (L3S) schafft seit 2018 Abhilfe mit dem KI-Qualifizierungsprogramm Applied Machine Learning Academy (AMA), einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover (LUH). Die Kurse und Veranstaltungen von AMA haben weit über 500 Interessenten aus mehr als 200 Unternehmen erreicht. Mit HAISEM-Lab folgte ein weiteres Qualifizierungsprojekt, das auf dem Kursangebot und der technischen Infrastruktur von AMA aufbaut. Bei HAISEM-Lab geht es nicht nur um erforderliche Kompetenzen auf dem Gebiet der KI-Methoden, sondern auch um Hardware-basierte KI.

KI-Trainer für KMU

Und noch ein Angebot unterstützt den Mittelstand bei Fragen zur künstlichen Intelligenz: Drei KI-Trainer des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover (Mit uns digital!) gehen in die Unternehmen und bieten Informationsgespräche und Schulungen an. Sie geben kostenlos und unabhängig einen ersten Überblick über künstliche Intelligenz und wollen sowohl Fach- als auch Führungskräften die Scheu vor dem Thema nehmen. Zum fehlenden Fachwissen kommt nämlich noch ein weitere Hürde: die Herausforderung, im eigenen Unternehmen Bereiche zu identifizieren, die vom Einsatz von KI-Methoden profitieren können.

Mit Vorträgen, Roadshows, Firmengesprächen und Schulungen unterstützt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover kleine und mittlere Unternehmen, um über die Potentiale der künstlichen Intelligenz zu informieren, Beschäftigte zum Themenbereich zu qualifizieren und vor Ort konkrete KI-Projekte anzustoßen.

Hinter dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum stehen das Produktionstechnische Zentrum (PZH) und das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH). Zur Stärkung der KI-Expertise wurde das L3S als Partner aufgenommen. Ansprechpartner in diesem Zusammenhang ist Dr. Sergej Zerr. Er ist Forschungsgruppenleiter am Forschungszentrum L3S und befasst sich mit KI für die intelligente Produktion. Neben dem HAISEM-Lab leitet Dr. Zerr auch das Zukunftslabor Gesellschaft und Arbeit.


Der Beitrag wurde erstmals veröffentlicht in dem Blog des Forschungszentrums L3S. Das Forschungszentrum L3S entwickelt u.a. Methoden und Technologien für den digitalen Wandel. Die Veröffentlichung des Beitrags erfolgt mit der freundlichen Unterstützung des Forschungszentrums L3S.

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